Herzlich willkommen auf der Seite des Arbeitskreises Friedenspädagogik!

Sprecher_innen des Arbeitskreises sind:

  • Renate Grasse, Arbeitsgemeinschaft Friedenspädagogik e.V. München, grasse[at]agfp.de

Fachgespräch im September

Der Arbeitskreis hat sich im September zu einem Fachgespräch in Nürnberg getroffen

Antimilitarismus und Gewaltfreiheit. Die Bedeutung der Umbrüche in Nordafrika für die Friedenspädagogik

Werner Wintersteiner Universität Klagenfurt) differenzierte unter dem Titel "Vom edlen Krieger zum traurigen Krieger"" die unterschiedlichen Ausprägungen des Militarismus vom feudalen Bellizismus über den patriotischen und rassistisch-imperialistischen Militarismus, dem links-revolutionären Militarismus bis zu den Erscheinungsformen des modernen Söldnertums und des Militarismus in Demokratien. Der Anknüpfungspunkt für die Friedenspädagogik liegt vor allem im "banal militarism" im Sinne der kulturellen Praktiken, die die Kontinuität des Militarismus gewährleisten.

Marc von Boemcken, BICC, gab einen Überblick über Rüstungspolitik und Rüstungsexporte, stellte die Top Ten der Rüstungsexporteure und der Importeure vor und beschrieb va. die Rütungsaktivitäten und ihre Akteure im nordafrikanischen Raum und Nahen Osten. Beeindruckend fanden wir Friedenspädagog_innen, dass die weltweiten Rüstungsausgaben seit 2000 um 49% gestiegen sind. Infos zum Thema sind zu finden unter www.ruestungsexport.info.

Reiner Steinweg referierte über Gewaltfreiheit in Ägypten, d.h. zur Frage: Wie konnte es passieren, dass der Aufstand in Ägypten im ersten Halbjahr 2011 weitgehend gewaltfrei verlief. Das Referat ist beim Autor erhältlich. In der Diskussion wurde (wie so oft) bedauernd festgestellt, dass wir viel zu wenig Wissen über gewaltfreie politische Veränderungsprozesse haben. Es gibt nun aber eine Bibliographie zum Thema Gewaltfreiheit, zusammengestellt von Reiner Steinweg:

www.friedenspaedagogik.de/service/literatur/bibliographie_gewaltfreiheit_und_soziale_verteidigung

Eine Arbeitsgruppe tauschte sich über Theorie und Praxis der Jungenarbeit als Auseinandersetzung mit Männlichkeitskonzepten aus. In einer weiteren Arbeitsgruppe wurden Strategien in Reaktion auf die Kooperationsverträge zwischen Bundeswehr und den meisten Kultusministerien in Deutschland  erörtert.

Das nächste Treffen des AK Friedenspädagogik ist am 24./25. September 2012 in Basel. Die TN wollen an einem konkreten Beispiel die Frage bearbeiten: Wie kommt Friedenspädagogik als spezifische Organisationsform von Lernen in die Schule (Projekt: Lernen ohne Angst)?

 

 

 

Informationen zum AFK-Kolloquium 2012

Zum Thema: Widerstand-Gewalt-Umbruch findet vom 22.-24. März 2012 in der evangelischen Akademie Villigst in Schwerte (bei Dortmund) das nächste AFK-Kolloquium statt. >> weiter

Ausschreibung des Peter-Becker-Preis 2012 für Friedens- und Konfliktforschung

Der Peter-Becker-Preis prämiert Arbeiten oder Projekte, die wissenschaftliche Erkenntnisse über die Entstehung, den Verlauf und die Bearbeitung von Konflikten vorantreiben und eine praktische Umsetzung im Sinne der Konfliktregelung ermöglichen bzw.... >> weiter

Ab 2012: Zeitschrift für Friedens- und Konfliktforschung (ZeFKo)

In Fortsetzung der AFK-Friedensschriften gibt die Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung ab 2012 die halbjährlich erscheinende Zeitschrift für Friedens- und Konfliktforschung (ZeFKo) heraus. Nährere Informationen finden Sie... >> weiter