Herzlich willkommen auf der Seite des Arbeitskreises Friedenspädagogik!

Regelmäßige Aktivitäten des Arbeitskreises:

  • Jahrestagungen des AKs
  • Newsletter
  • Friedenspädagogisches Forschungskolloquium

Sprecher_innen des Arbeitskreises sind:


 

!!! AKTUELLES !!!

+++ Infos zur Jahrestagung 2017 und zum Friedenspädagogischen Forschungskolloquium +++

Jahrestagung des AK Friedenspädagogik vom 26.-27. September 2017 "Trauma und Traumabearbeitung: Perspektiven und Herausforderungen für die Friedenspädagogik" an der Universität Koblenz-Landau (Campus Koblenz).
In den Vorträgen und Workshops wird sowohl die aktuelle Forschungslandschaft zum Thema Trauma diskutiert als auch der Versuch unternommen, nicht nur bei einer Rezeption stehen zu bleiben, sondern das Thema (friedens-)pädagogisch weiter zu denken. Wir freuen uns sehr auf die Beiträge von Prof. Dr. Bettina Wuttig (Heidelberg), Prof. em. Dr. Christina Krause (Göttingen) sowie Dr. Ran Kuttner (Haifa).

 

Den Flyer können Sie hier herunterladen.

Eine ausführlichere Tagungsbeschreibung samt Prgramm können Sie hier herunterladen.

Anmeldnung bitte bis zum 25. September 2017 an friedensakademie-rlp@uni-landau.de.

 

Friedenspädagogisches Forschungskolloquium am 25. September 2017 an
der Universität Koblenz-Landau (Campus Koblenz).
"Ziel des Forschungskolloquiums des AK Friedenspädagogik ist eine
Plattform für einen regelmäßigen wissenschaftlichen Austausch und für
eine Vernetzung von WissenschaftlerInnen im Bereich der
Friedenspädagogik zu ermöglichen. Präsentiert werden können Ergebnisse
eigener Forschung, laufende Forschungsprojekte mit dem Fokus auf
theoretische oder methodische Herangehensweisen, aber auch kürzere
Input-Beiträge sowie Beiträge mit starkem Praxisbezug."

Den Call for Paper finden Sie hier.

!SAVE THE DATE! Jahrestagung 2016 am 7. bis 9. November 2016

Die Jahrestagung 2016 des AK Friedenspädagogik findet vom 7. bis zum 9. November 2016 an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt statt. Die Tagung wird sich der Flucht-Thematik widmen. Als RednerInnen haben bereits María do Mar Castro Varela (ASH Berlin) sowie Andreas Zumach zugesagt. Zudem sind gemeinsame Reflexionen friedenspädagogischer Forschungs- und Bildungsprogramme geplant. Nähere Informationen zum Programm erhalten Sie in Kürze.

Friedenspädagogisches Forschungskolloquium gegründet

Auf der Jahrestagung 2015 des AK Friedenspädagogik wurde ein friedenspädagogisches Forschungskolloquium ins Leben gerufen. Immer wieder wurde von verschiedenen Seiten – besonders dem „wissenschaftlichen Nachwuchs“ – beklagt, dass es kaum „friedenspädagogisch kompetente Räume“ für einen fachlichen Austausch in Bezug auf Forschungsprojekte gäbe. Der AK möchte dem mit der Initiierung des friedenspädagogischen Forschungskolloquiums entgegenwirken. Das „Gründungstreffen“ fand am 17.01.2016 in Marburg statt. In Zukunft soll das Kolloquium drei Mal im Jahr die Möglichkeit bieten, gemeinsam an friedenspädagogischer Forschung zu arbeiten (bspw. Besprechungen von Forschungsdesigns, gemeinsames Interpretieren erhobener Daten oder gemeinsames Diskutieren einer geplanten Veröffentlichung). Angedacht sind Treffen im Winter (auf der oder im Anschluss an die Tagung des Norddeutschen Netzwerks Friedenspädagogik), im Sommer (in Marburg) und im Herbst (im Anschluss an die Jahrestagungen des AK Friedenspädagogik). Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Alex Thattamannil-Klug (thattamannil-klug@we dont want spamuni-marburg.de, Sprecher des AK Friedenspädagogik).

Reaktivierung des Mailverteilers des AK Friedenspädagogik

Auf der Jahrestagung 2015 des AK Friedenspädagogik wurde der Mailverteiler des AK reaktiviert. Über den Verteiler sollen nicht nur die Ankündigungen der AK-Tagungen verbreitet werden, er soll auch über weitere friedenspädagogische Tagungen, Publikationen aber auch Stellenausschreibungen informiert. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Alex Thattamannil-Klug (thattamannil-klug@we dont want spamuni-marburg.de, Sprecher des AK Friedenspädagogik).

Mögliche Gründung eines bundesweiten Netzwerks Friedensbildung

Die SprecherInnen des AK Friedenspädagogik wurden eingeladen, an den Überlegungen zur Gründung eines „bundesweiten Netzwerks Friedensbildung“ mitzuwirken. Auch wenn das angedachte Netzwerk in erster Linie für Praktiker_innen aus der Bildungsarbeit gedacht ist, haben sich viele Anwesenden des ersten Vernetzungstreffens für eine stärkere Nähe zur bzw. Begleitung durch die Wissenschaft ausgesprochen und deshalb den Wunsch formuliert, dass die AFK (durch den AK Friedenspädagogik) bei den Überlegungen beteiligt ist und der AK im Falle einer Gründung langfristig das Netzwerk begleitet bzw. Teil des Netzwerks wird. Das nächste Vernetzungstreffen findet Anfang Februar in Frankfurt statt.

Gelungene Jahrestagung 2015 in Marburg

Vom 21. bis zum 23. September 2015 fand an der Philipps-Universität Marburg die Jahrestagung des Arbeitskreises Friedenspädagogik statt. VeranstalterInnen waren die AFK sowie das Institut für Schulpädagogik der Philipps-Universität und fand in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung statt.

Der 21. wurde zum kollegialen Austausch genutzt, indem von aktuellen Arbeiten und Projekten berichtet wurde. Am 22. und 23. stand das Tagungsthema im Fokus. Den Auftakt machte am Dienstagmorgen der Vortrag von Prof. Astrid Messerschmidt von der Technischen Universität Darmstadt über „Rassismuskritik im Kontext der Nachwirkungen von Kolonialismus und Nationalsozialismus – Perspektiven für die Bildungsarbeit“.

Im Anschluss wurden zwei Projekte der Antidiskriminierungsarbeit aus dem Feld der Friedenspädagogik vorgestellt und kritisch diskutiert. Nadine Kriebel und Christoph Rössler stellten das Workshopkonzept „Die Pastinaken. Der z/weite Blick“ vor. Melani Stamer und Dieter Lünse stellten den Anti-Bias-Ansatz, wie er in ihrer Arbeit zum Einsatz kommt, vor. Anschließend stellte ManuEla Ritz das Konzept der Empowerment-Arbeit vor, wie es sich in der Schwarzen deutschen Bewegung entwickelt und etabliert hat, sowie das Konzept der Critical Whiteness.

Am Vormittag des letzten Tages wurden die Vorträge und Diskussionen vom Vortag aufgenommen und angeregt diskutiert. Einig waren sich die Teilnehmer_innen, dass die auf dieser Tagung besprochenen Themen in die nächsten Tagungen mitgenommen werden sollen und prägen werden, auch wenn sich anderen Themen zugewandt wird.

Gerahmt wurde die Tagung durch eine alternative Stadtführung über Marburg im Nazionalsozialismus und einem Abend im Vereinsheim des Marburger Akademiker_innen-Vereins „Colloquium e.V.“, der zum Abendessen und geselligem Beisammensein einlud, sowie einem gemeinsamen Restaurant-Besuch am Mittwochabend.

Unterstützt wurde die Tagung durch den Ursula-Kuhlmann-Fonds des Marburger Universitätsbundes.

Einen kurzen Bericht über die Tagungen 2014 und 2015 finden Sie hier.

 


Vergangenes:

 

Jahrestagung des AK Friedenspädagogik vom 21. bis zum 23. September 2015 in Marburg

 

Die Konstruktionen der "Anderen". Von der Theorie zur theoriegeleiteten Praxis

[Das vollständige Programm können Sie hier herunterladen.]

Auf der diesjährigen Tagung des Arbeitskreises Friedenspädagogik werden wir die Diskussionen und Bemühungen der letzten Jahrestagung aufnehmen und fortführen. Ziel der Tagung 2014 war es, sich mit der Konstruktion des "Anderen" am Beispiel Rassismus auseinanderzusetzen und hier Forschung und friedenspädagogische Praxis näher zu beleuchten. Die Zugägne "gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit", kritischer Rassismusforschung und postkolonialer Ansätze wurden zuammengeführt und in Hinblick auf friedenspädagogische Theorie und Praxis reflektiert.

In diesem Jahr soll die gemeinsame Auseinandersetzung vertieft werden:

  • Im gesellschaftlichen Bewusstsein sind immer noch Abstammungslogiken und Denkmuster nationalkultureller Zugehörigkeiten vorherrschend, die sich in den verschiedenen Ansätzen der Pädagogik widerspiegeln. Welche Wege gibt es für die Friedenspädagogik zu Überwindung dieser Denkmuster beizutragen?
  • Welche Rolle spielt Pädagogik im Allgemeinen bei der Dichotomisierung des "Wir und die Anderen"? Etwa im Hinblick auf den Umgang mit Differenz in der interkulturellen Pädagogik.
  • Wie können rassismuskritische Perspektiven verstärkt Eingang in die (Friedens-)Pädagogik finden?
  • Welche konkreten Bedeutungen können postkoloniale und postnazionalsozialistische Perspektiven für die Friedenspädagogik haben?
  • Welche Rolle spielt Rassismus und die mit ihm einhergehenden Konstruktionen der "Anderen" bei der Betrachtung und Bewertung von Kriegen und Fluchtbewegungen? Welche Rolle spielen Kriege und Fluchtbewegungen für Rassismus?

Nach einem einleitenden Vortrag von Prof. Astid Messerschmidt (TU Darmstadt) werden auf der Tagung drei Projekte/Konzepte aus der (teils friedenspädagogischen) Bildungsarbeit vorgestellt sowie deren theoretische Grundlagen und Umsetzung in der Praxis gemeinsam diskutiert.

Nicht zuletzt soll die Tagung dem Austausch der friedenspädagogischen Community dienen, wofür am ersten Tag sowie in den Pausen und bei den Mahlzeiten ausreichend Zeit eingeplant wird. Nicht AFK-Mitglieder sowie Studierende sind herzlich eingeladen!


 

Jahrestagung des AK Friedenspädagogik am 6. und 7. Oktober 2014 in Marburg

 

Die Konstruktionen der „Anderen“.Herausforderungen und Aufgaben für die Friedenspädagogik

[das vollständige Programm finden Sie hier]

Alle Menschen sind einander anders. Diese banal wirkende und doch in ihrer Tragweite kaum zu überschätzende Aussage machte Werner Wintersteiner zum Ausgangspunkt seiner Konzeption der Friedenspädagogik als eine „Pädagogik des Anderen Menschen“ (Wintersteiner 2006, 166). Es gibt jedoch viele Menschen, die durch die „Dominanzgesellschaft“ (Rommelspacher 1995) als ‚auf besondere Weise anders‘ angesehen, beschrieben und angesprochen werden. Durch diese Praxis werden sie also erst zu „Anderen“ gemacht, als „Andere“ konstruiert. Auf diese Konstruktionen und die dahinterstehenden Normen haben verschiedene soziale Bewegungen immer wieder aufmerksam gemacht: bspw. die Frauenbewegungen mit ihren Kritiken am Denken vom Menschen als Mann, die Schwarze Bewegung mit ihrer Kritik an der Vorstellung dass Deutsch-Sein weiß gedacht wird (z.B. Oguntoye u.a. 2006) oder die Behindertenbewegung, welche die gewaltförmigen Auswirkungen der dominanten Normvorstellungen geistiger und körperlicher Verfasstheit anprangerte (Köbsell 2007).

In pädagogischen Diskursen gibt es sehr unterschiedliche Perspektiven auf „die Anderen“ bzw. deren Konstruktion. In weiten Teilen der interkulturellen Pädagogik herrscht das „Kennenlernen der Anderen“ als Maxime vor, um „interkulturelle Kommunikationsschwierigkeiten“ zu vermeiden. Dadurch werden die durch die Dominanzgesellschaft gewaltvoll vorgenommene Unterteilung in ein „Wir“ und „die Anderen“ mitsamt kulturalisierender und ethnisierender Grundannahmen aufgenommen und bestätigt. In Teilen der inklusiven Pädagogik steht der einzelne Mensch als Individuum so sehr im Vordergrund, dass nicht selten die Perspektive auf strukturell bedingte unterschiedliche Positionierungen und so auch häufig die Perspektive auf Diskriminierungserfahrungen erschwert wird. Andere Strömungen wie z.B. die postkoloniale Pädagogik oder die Migrationspädagogik gehen nicht von einer Existenz „der Anderen“ aus, sondern widmen sich den Konstruktionen von „Eigenem“ und „Fremdem“.

Auf der Tagung möchten wir ausgehend vom Themenfeld Rassismus den Umgang mit der Konstruktion der „Anderen“ in friedenspädagogischer Theorie und Praxis beleuchten und überprüfen, inwiefern der friedenspädagogische Diskurs diesbezüglich einer Neuausrichtung oder Korrektur bedarf. Auch soll die friedenspädagogische Rezeption von Diskursen anderer pädagogischer Teildisziplinen diskutiert werden. Nicht zuletzt soll die Tagung dem Austausch der friedenspädagogischen Gemeinschaft dienen. Nicht-AFK-Mitglieder sowie Studierende sind herzlich eingeladen.


Köbsell, Swantje: Gegen Aussonderung – für Selbstvertretung: zur Geschichte der Behindertenbewegung in Deutschland. 2007. Online verfügbar. URL: www.zedis.uni-hamburg.de/www.zedis.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2007/01/bewegungsgeschichte_kobsell.pdf [letzter Zugriff: 15.04.2014]

Oguntoye, Katharina Ayim May und Schulz, Dagmar: Farbe bekennen. Afro-deutsche Frauen auf den Spuren ihrer Geschichte. Berlin: Orlanda Frauenverlag, 3. Auflage 2006.

Rommelspacher, Birgit: Dominanzkultur. Texte zu Fremdheit und Macht. Berlin: Orlanda Frauenverlag. 1995.

Wintersteiner, Werner: Pädagogik des Anderen: Baustein für eine Friedenspädagogik in der Postmoderne. Münster: Agenda-Verlag, 3. unv. Aufl., 2004

 

 


 

 

Jahrestagung 2013 des AK Friedenspädagogik:

 

"Der friedenspädagogische Blick: Praxisbeispiele kritisch beleuchtet"

 

am 23. und 24. September 2013 in der Berghof Foundation Tübingen

Mehr Informationen zum Programm erhalten Sie hier.

 

 


 

Tagungsbericht zur Jahrestagung 2012: "Friedenspädagogik und Gewaltprävention"

von: Renate Grasse, Dieter Lünse, Bettina Gruber (SprecherInnen)

Inhalte der Tagung

Vom 24. bis 25. September 2012 fand die Jahrestagung des AK Friedenspädagogik in den Räumen der Arbeitsgemeinschaft Friedenspädagogik e.V. in München statt. 20 Teilnehmende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz tauschten sich zum Thema „Friedenspädagogik und Gewaltprävention“ aus.

In einer sehr interessanten und vertieften Diskussion setzte sich der Arbeitskreis mit dem Thema Gewaltprävention und Friedenspädagogik in Deutschland, Österreich und der Schweiz auseinander.

Zu Beginn stellte Günther Gugel (Berghof Foundation / Peace Education) kritische Fragen vor, die aus Sicht der Friedenspädagogik an Konzepte der Gewaltprävention zu stellen sind. So wies er darauf hin, dass jedwedes Konzept von Prävention immer auch seine eigenen Voraussetzungen schafft und insbesondere Jugendliche als die Adressaten unter einen Generalverdacht stellt. Grundsätzlich, so Gugel, müssen Friedenspädagogen entscheiden, ob sie sich dem Ziel einer Friedenskultur verpflichtet sehen oder eine Präventionsgesellschaft anstreben.

Anschließend stellten Bettina Gruber (Universität Klagenfurt), Barbara Jost (Association Suisse des Educateurs a la Paix), Dieter Lünse (ikm Hamburg), und Robert Pechhacker (AGFP München) die jeweiligen Formen, regionalen und länderweiten Konzepte von Gewaltprävention, Erfahrungen, Problemlagen und Entwicklungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz vor. Es wurden Stärken und Schwächen der Auseinandersetzung in den letzten Jahrzehnten skizziert und anschließend diskutiert. Wenn auch die Situationen und Strukturen in den verschiedenen nicht ganz verglichen werden können, so können doch bestimmte Grundaussagen und Problemstellungen herausgearbeitet werden.

 Als problematisch etwa wurde betrachtet, wenn  Gewaltprävention nur in Form von isolierten Einzelprojekten stattfindet. Es wurden in den  letzten Jahren weitreichende nachhaltige Programme und Vernetzungen entwickelt, jedoch ist die Gefahr der Vereinnahmung und Instrumentalisierung für ordnungspolitische Zielvorstellungen im Blick zu halten. Positive Wirkungen sind zu beobachten, wenn die gewaltpräventive Arbeit an das Prinzip der Partizipation gekoppelt ist und die Vernetzung am pädagogischen Interesse an einer guten Entwicklungsoption für Kinder und Jugendliche orientiert ist und Jugendliche eben nicht als Bedrohungspotential gesehen werden.

Die Verknüpfung des engeren Bereichs der Gewaltprävention mit der Friedenspädagogik ist mit Ausnahmen nicht zufriedenstellend gelungen; Ursachen liegen vor allem in der fehlenden Einbindung der Friedenspädagogik in die Ausbildung der Lehrkräfte und MitarbeiterInnen der außerschulischen Jugendarbeit.

Ein weiteres Thema war die fachliche Auseinandersetzung mit einem Planspiel über den Zusammenhang von Friedenspolitik und Ökonomie, das vom fränkische Bildungswerk für Friedensarbeit und dem Friedenskreis Halle erarbeitet wird. Elli Mack vom Friedenskreis Halle stellte das Spiel und erste Erfahrungen vor und nahm die Anregungen aus Diskussion auf.

Weitere Perspektive

In der  weiteren Zusammenarbeit im AK Friedenspädagogik soll in nächster Zeit die Arbeit an der Begrifflichkeit (Friedensbildung / Friedenspädagogik  / Friedenserziehung …) und in einer vertieften Auseinandersetzung  mit dem ‚friedenspädagogischen Blick auf die Gewaltprävention’ im Rahmen von Tagungen und Workshops fortgesetzt werden. Vor allem aber wollen die Teilnehmenden gemeinsam darstellen können, wie sich die jeweiligen Arbeitsschwerpunkte in einer gemeinsamen Vision verorten lassen.

Das nächste Treffen ist die Tagung des norddeutschen Netzwerks für Friedenspädagogik vom 20.-22. Februar 2013 in Ratzeburg.

Einige Teilnehmende werden sich auch beim AFK Kolloquium der AFK vom 28.2.-2.3. treffen.

Für den September ist die nächste Jahrestagung des AK Friedenspädagogik in Karlsruhe geplant.

Programm:

 

Montag, 24.September:

13:00 Beginn

14:00 Ländervergleich zum Stand der Gewaltprävention

Günther Gugel: Zur Bewertung von Gewaltprävention

Bettina Gruber: Gewaltprävention in Österreich

Barbara Jost: Gewaltprävention in der Schweiz

Dieter Lünse: Gewaltprävention in Hamburg

Robert Pechhacker: Münchner Standards zur Gewaltprävention an Schulen

16:30 Diskussion, kritische Auseinandersetzung

20:00 Planspiel (Karl Heinz Bittl)

Ausprobieren, Reflektieren, Rückmeldungen anhand konkreter Fragestellungen, Ideen dazu

 

Dienstag, 25. September:

9:00 Position vonseiten der Friedenspädagogik zur Gewaltprävention

11:00 Planung weiterer Zusammenarbeit – nächste Tagungen

14:00 Ende der Tagung



 

 

 

Bericht: Fachgespräch im September

Der Arbeitskreis hat sich im September zu einem Fachgespräch in Nürnberg getroffen

Antimilitarismus und Gewaltfreiheit. Die Bedeutung der Umbrüche in Nordafrika für die Friedenspädagogik

Werner Wintersteiner Universität Klagenfurt) differenzierte unter dem Titel "Vom edlen Krieger zum traurigen Krieger"" die unterschiedlichen Ausprägungen des Militarismus vom feudalen Bellizismus über den patriotischen und rassistisch-imperialistischen Militarismus, dem links-revolutionären Militarismus bis zu den Erscheinungsformen des modernen Söldnertums und des Militarismus in Demokratien. Der Anknüpfungspunkt für die Friedenspädagogik liegt vor allem im "banal militarism" im Sinne der kulturellen Praktiken, die die Kontinuität des Militarismus gewährleisten.

Marc von Boemcken, BICC, gab einen Überblick über Rüstungspolitik und Rüstungsexporte, stellte die Top Ten der Rüstungsexporteure und der Importeure vor und beschrieb va. die Rütungsaktivitäten und ihre Akteure im nordafrikanischen Raum und Nahen Osten. Beeindruckend fanden wir Friedenspädagog_innen, dass die weltweiten Rüstungsausgaben seit 2000 um 49% gestiegen sind. Infos zum Thema sind zu finden unter www.ruestungsexport.info.

Reiner Steinweg referierte über Gewaltfreiheit in Ägypten, d.h. zur Frage: Wie konnte es passieren, dass der Aufstand in Ägypten im ersten Halbjahr 2011 weitgehend gewaltfrei verlief. Das Referat ist beim Autor erhältlich. In der Diskussion wurde (wie so oft) bedauernd festgestellt, dass wir viel zu wenig Wissen über gewaltfreie politische Veränderungsprozesse haben. Es gibt nun aber eine Bibliographie zum Thema Gewaltfreiheit, zusammengestellt von Reiner Steinweg:

www.friedenspaedagogik.de/service/literatur/bibliographie_gewaltfreiheit_und_soziale_verteidigung

Eine Arbeitsgruppe tauschte sich über Theorie und Praxis der Jungenarbeit als Auseinandersetzung mit Männlichkeitskonzepten aus. In einer weiteren Arbeitsgruppe wurden Strategien in Reaktion auf die Kooperationsverträge zwischen Bundeswehr und den meisten Kultusministerien in Deutschland  erörtert.

Das nächste Treffen des AK Friedenspädagogik ist am 24./25. September 2012 in Basel. Die TN wollen an einem konkreten Beispiel die Frage bearbeiten: Wie kommt Friedenspädagogik als spezifische Organisationsform von Lernen in die Schule (Projekt: Lernen ohne Angst)?

 

 

Fristverlängerung: 50. AFK-Kolloquium, 12.-14. April 2018

Die Frist für die Einsendung von Abstracts für Panels und Papers ist bis zum 11. Oktober 2017 verlängert worden.

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Call for Posters and Papers: Reflexive Ansätze in der Friedens- und Konfliktforschung

„(Selbst-)Reflexionen eines Forschungsfelds“ stehen im Mittelpunkt der nächsten Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung (AFK) am 12. - 14. April 2018 in Berlin. Sie können die unterschiedlichsten Aspekte der...

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Call for Papers: Special Issue “Studying Micro Dynamics in Civil Wars”

Social and political processes at the local level can play a major role in shaping the outbreak and the dynamics of violence, but can also undergo major transformations after violence has ended. A new special issue project brings together...

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